Zen-Buddhismus

Rinzaimönch in Arashiyama, Kyōto (Bild: Wikipedia, Marubatsu/Gemeinfrei)

Zen-Buddhismus oder Zen (jap.: 禅 – Zen) ist die japanische Ausprägung einer buddhistischen Strömung innerhalb des Mahayana, für die sich im Westen in ihrer Gesamtheit die japanische Bezeichnung Zen durchgesetzt hat. Zen entstand in China ab dem 5. Jahrhundert als Chan und wurde dann in Ostasien und Südostasien durch Mönche verbreitet.

Chan, das chinesische Zen, stellt eine Verschmelzung des Dhyana-Buddhismus, wie er von dem Patriarchen Bhodidarma gelehrt wurde, mit dem chinesischen Taoismus dar. Das Sanskritwort ध्यान, dhyāna, bedeutet "Meditation" und lautet auf Pali Jhāna, woraus dann die Begriffe Chan und schließlich Zen entstanden.

Richtungen:

Sōtō-shū: Mit ca. 14.700 Tempeln und 8 Millionen Anhängern ist die Sōtō-Schule die größte der drei japanischen Hauptrichtungen des Zen und eine der größten Gemeinschaften des Buddhismus in Japan überhaupt.

Rinzai-shū: Die Rinzai-shū ist nach der Sōtō-shū heute die zweitgrößte der drei Zen-Schulen in Japan, die alle in der Traditionslinie der Huanglong bzw. Ōryo-Schule stehen. Hauptzentren waren und sind Kyōto und Kamakura.

Ōbaku-shū: (jap. 黄檗宗, dt. etwa „Schule des Ōbaku“) ist die historisch und nach Größe der Anhängerschaft dritte der noch existierenden japanischen Schulen des Zen-Buddhismus.

Beschreibung:

siehe unseren Hauptartikel Zen

Camellia sasanqua (Bild: KENPEI, engl. Wikipedia, Liz. CC BY-SA 3.0)

Dass es nicht Gottes Geist ist, der im Zen-Buddhismus wirkt, wird deutlich an zwei Zitaten des Zen-Autors Reginald Horace Blyth. Als er einmal von seinen Studenten gefragt wurde: "Glauben Sie an Gott?", antwortete er:

"Wenn Sie daran glauben, glaube ich nicht daran, aber wenn Sie nicht daran glauben, dann glaube ich daran."

Und sein "death poem", das ist ein Vers, der in naher Erwartung des Todes verfasst wird, lautet: Sazanka ni kokoro nokoshite tabidachinu -

I leave my heart

to the sasanqua flower

on the day of this journey

Das Herz einer vergänglichen Blume lassen? Wie gewaltig dagegen die Gewissheit, zu Gott zu gehören:

Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben?

Daß ich mit Leib und Seele,
beides, im Leben und im Sterben,
nicht mein, sondern meines getreuen
Heilands Jesu Christi eigen bin,
der mit seinem teuren Blut
für alle meine Sünden vollkömmlich bezahlt
und mich aus aller Gewalt des Teufels
erlöst hat und also bewahrt,
daß ohne den Willen meines Vaters im Himmel
kein Haar von meinem Haupt kann fallen,
ja auch mir alles zu meiner Seligkeit dienen muß.
Darum er mich auch durch seinen
Heiligen Geist
des ewigen Lebens versichert
und ihm forthin zu leben
von Herzen willig und bereit macht.

(Heidelberger Katechismus, Frage 1)

Quellenhinweise:

Wikipedia (DE): Zen (Japan)

Wikipedia (DE): Dhyana

Wikipedia (EN): Reginald Horace Blyth

Heidelberger Katechismus im Internet

 

 

 

 

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