Homöopathie

Samuel Hahnemann (wikimedia commons)

Die Homöopathie ist ein alternativmedizinisches Heilverfahren, das auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann zurückgeht. Dabei werden Krankheiten mit solchen Mitteln in niedriger Dosierung behandelt, die beim Gesunden in höherer Dosierungähnliche Symptome wie bei der zu behandenden Krankheit hervorrufen. Das Verdünnungsverfahren nannte Hahnemann "Potenzieren" oder Dynamisieren.

Bei höher potenzierten homöopathischen Mitteln (ab D 24 oder C 12) ist dabei - mathematisch gesehen - kein einziges Molekül Wirkstoffsubstanz mehr enthalten. Dieses heilkundliche System war von Beginn an umstritten, und ist es bis heute noch.

Homöopathen sprechen vom „Simile“-Prinzip, gemäß dem lateinischen Merkspruch „similia similibus curentur“, das bedeutet: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.

 

Als wichtiger Ausgangspunkt der Homöopathie gilt ein Selbstversuch Hahnemanns mit Chinarinde: Hahnemann nahm diese alkaloidhaltige Arznei über einige Tage in hoher Dosierung ein und beobachtete eine Ähnlichkeit der Arzneiwirkung mit den Symptomen des Wechselfiebers (Malaria), das er früher selbst durchgemacht hatte:

 

Ich nahm des Versuchs halber etliche Tage zweimahl täglich jedesmahl vier Quentchen gute China ein; die Füse, die Fingerspitzen, u.s.w. wurden mir erst kalt, ich ward matt und schläfrig, dann fing mir das Herz an zu klopfen, mein Puls ward hart und geschwind, eine unleidliche Aengstlichkeit, ein Zittern (aber ohne Schauder), eine Abgeschlagenheit durch alle Glieder; Dann ein Klopfen im Kopfe, Röthe der Wangen, Durst, kurz alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome erschienen nacheinander; doch ohne eigentlichen Fieberschauder. (...) [1]

 

Spätere Versuche, sowohl von Homöopathen als auch von Schulmedizinern, diesen Versuch erfolgreich zu reproduzieren, scheiterten. In 31 Nachfolge-Versuchen traten im Durchschnitt nur etwa 15% der von Hahnemann beschriebenen Symptome auf, das heißt von den 16 „Hahnemann-Symptomen“ traten im statistischen Mittel jeweils nur 2 oder 3 auf, bei manchen Versuchen nur ein einziges! [2]

 

Prof. E Habermann von der Universität Gießen, der im Rahmen einer Arzneimittelkunde-Vorlesung 1997 abermals ein negatives Ergebnis erzielte, schloß daraus: Die Homöopathie sei eine Irrtumswissenschaft. [3]

Müller, Georg: Heilkraft durch Verdünnen (clv)

Homöopathie - was steckt dahinter?

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Marburger Erklärung zur Homöopathie

Weise, Prof. Dr. Manfred: Hömöopathie - was steckt dahinter?

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