Mantren (Mantrasingen)

Mantren (Mantras) sind kurze, formelhafte Wortfolgen, die ständig in Gedanken, flüsternd, murmelnd oder singend wiederholt werden. Der Begriff Mantra stammt aus dem Sanskrit.

Die Wortwurzel „man(as)“ steht übersetzt für „Denken, Geist“ und „tra(m)“ heißt übersetzt „beschützen“ oder „befreien“, das bedeutet, der menschliche Geist soll vor „schädlichen“ Vorstellungen und Konzepten geschützt  bzw. von den „gewöhnlichen“ Wahrnehmungen befreit werden. Mantren sollen nach dieser Vorstellung eine magische Macht besitzen, mit deren Hilfe Menschen vor schlechten Gedanken beschützt oder befreit werden sollen. Praktisch soll sich das so vollziehen, daß sich der Geist an die Inhalte der Worte des Mantram bindet und deshalb nicht mit anderen, negativen Gedankeninhalten beschäftigen kann. Sie werden auch als Beschwörungsformeln benutzt, um gegen negative Kräfte oder Mächte zu wirken oder schützende anzurufen.

Die Ursprünge der Mantras sind Jahrtausende alt und lassen sich bis in das frühe Tibet, Indien und in die Mongolei verfolgen. In den östlichen Religionen und im Yoga ist das Rezitieren von Mantren während der Meditation sowie im Gebet üblich. Man kennt Mantren auch im esoterischen Tantrismus und im japanischen Mikkyō. Durch das Wiederholen von spirituellen Versen soll eine Energie im Menschen freigesetzt werden, die einen „Informationsfluss des Lebens“ in Gang setzen soll. Durch das Rezitieren oder „Chanten“ der Mantren soll es in außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen zu einer Verbindung des Menschen mit dem Kosmos und dem sogenannten „Herzen der Existenz“ kommen. Auch werden Mantren von manchen Lichtarbeitern genutzt; dabei soll ein sog. „Lichtkörperprozess“ ausgelöst werden.

Mantren werden traditionell in ihrer Ursprungssprache (z.B. sanskrit, tibetisch, japanisch) belassen. Oft werden mit den Mantras auch Namen von Götzen und Buddhas angerufen bzw. gepriesen (Krishna, Shiva, Vishnu, Amitabha) oder ein Guru geehrt.

Beispiele:

Hierzulande am bekanntesten dürfte das Hare-Krishna-Mantra sein. Dieses Mantra ist eine Anrufung zweier Erscheinungsformen des indischen Götzen Vishnu: Krishna und Rama.
Ein buddhistisches Verehrungsmantra ist z.B. Namo Amitabha Buddha (sanskrit) bzw. Namu Amida Butsu (japanisch), es steht für „Verehrung dem Buddha Amitabha“.
Im ersten Vers des Maha Mriyunjaya Mantra rezitieren die Yogis folgenden Text (eine Anrufung des Hindu-Götzen Shiva):
Om Trayambakam Yayamahe / Sugandhim Pushtirvardhanam / Urvarukam-iva Bandhana / Mrityor Mukshiya Mamritat

Deutsche Übersetzung dieses Mantras:

Om - Wir opfern dem dreiäugigen Gott, dem duftenden, den Wohlstand mehrenden [Anmerkung: Gemeint ist der "göttliche Aspekt" Shiva, der mit zwei Augen auf die physische Welt schaut und mit dem dritten Auge ins Absolute blickt]. Wie den Kürbis vom Stiel, so möchte ich mich vom Tod, nicht vom Nichtsterben losmachen.

Mantras führen als Bestandteil okkulter Meditationsformen (z.B. im Rahmen von Zen und Yoga) zur „Transformation“ des Meditierenden. Ein Mantram kann dabei einer bestimmten Geisteshaltung, einer Gottheit oder einem Buddha zugeordnet sein (häufig verstärkt durch Visualisierungen oder das Lenken der Aufmerksamkeit auf bestimmte Energiepositionen im Körper).

Bewertung der Mantren auf okkulte Hintergründe aus christlich - biblischer Sicht
Menschen, die Mantren oder andere esoterische Praktiken anwenden, sind meist auf der Suche nach spirituellen Erfahrungen und damit bewusst oder unbewusst auf der Suche nach Gott. Es ist oft ein intuitives Streben nach dem Schöpfer des Lebens und des ganzen Kosmos. Diese Suche ist in allen Menschen angelegt. Unsere Seele und unser Geist verlangen nach dem lebendigen Gott (vgl. Psalm 42, 2-3).

Doch das Mantrasingen ist nicht der von Gott vorgesehene Weg, um mit ihm in Verbindung zu kommen. Im Gegenteil, man steht dabei in Gefahr – sei es wissentlich oder unwissentlich – heidnische Götzen anzubeten. Durch die Einübung von Mantren wird der Praktizierende bereitgemacht, sich durch verborgene (okkulte oder kosmische) Kräfte beeinflussen zu lassen. In der Folge öffnet sich der menschliche Geist diesen nicht von Gott kommenden spirituellen Einflüssen. Dem Übersinnlichen wird Tür und Tor geöffnet, und die Geister, die man rief, können dann Macht auf die Betroffenen ausüben. Wer zu Gott kommen und mit dem Schöpfer des Himmels und der Erde in Verbindung treten will, braucht Jesus Christus. ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zu Gott dem Vater außer durch ihn (Johannes 14, 6).

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen!“ (Matth. 6, 7 - in der englischen Bibel heißt es "ihr sollt keine Wiederholungen gebrauchen")

erstellt am 18. August 2014 * Update am 25.09.2015

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