Friedrich Christoph Oetinger

Als Theologiestudent im Evangelischen Stift Tübingen begegnete Oetinger 1725 den Schriften Jakob Böhmes, mit denen er sich fortan intensiv beschäftigte. Nach dem Studium unternahm Oetinger eine ausgedehnte Reise durch Deutschland, auf der er in Frankfurt ersten Zugang zur >Kabbala fand. 1746 wurde er Pfarrer in Walddorf (bei Tübingen). An der alten Sulzeiche dort soll er "den Geistern gepredigt" haben.

Friedrich Christoph Oetinger schrieb – nachdem er sich jahrelang mit der >Kabbala beschäftigt hatte – 1763 ein Buch über die Teinacher Lehrtafel und deren Lehre. Kabbalistisches Lehrgut befindet sich in seinen Predigten vor den Kirchengemeinden Herrenberg und Weinsberg und in seinem dogmatischen Lehrbuch.

Zeitlebens war der vielseitig interessierte Mann umstritten. So ließ das Stuttgarter Konsistorium (Kirchenleitung) im März 1766 sämtliche Exemplare seines Werks Swedenborgs und anderer Irdische und himmlische Philosophie aus dem Jahr 1765 beschlagnahmen. Oetinger verteidigte darin Swedenborgs Anschauung vom Reich der Geister.

Zu den wichtigsten Quellen Oetingers gehören neben der jüdischen >Kabbala (Geheimlehre)

  • der Neuplatonismus,
  • die >Alchemie,
  • die Parapsychologie,
  • die Schriften verschiedener Mystiker und Visionäre,

besonders der bereits genannte Swedenborg ("Träume eines Geistersehers") und Jakob Böhme.

Quellenverzeichnis und weiterführende Informationen:

Wikipedia (DE)

Handbuch Orientierung: Oetinger, Friedrich Christoph

Erstellt am: 29. Januar 2019

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