Offenbarung 12, 1-3

Die Frau und der Drache

Die Frau und der Drache (Bamberger Apokalypse, Wikimedia Commons)

Offenbarung 12, 1 (Luther 1912):

Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen. 

Alles Geschaute, das in der Offenbarung des Johannes vorkommt, ist zeichenhaft, d.h. es beschreibt die prophezeiten Dinge und Ereignisse nicht in der wirklichen Gestalt, die sie einmal auf der Erde haben werden, sondern es sind Abbilder und Symbole derselben, in einer himmlischen Zeichenspache ausgedrückt. Die Frau erscheint im Glanz sämtlicher Himmelslichter, da sie die Braut der HErrn ist, die Kirche Jesu Christi, und zwar in der Gestalt, die sie in der letzten Zeit haben wird. Die Sonne der Gerechtigkeit selbst wird ihr Kleid sein (Psalm 104, 2), die zwölf Apostel ihr Schmuck, während alle geringeren Lichter, samt dem Wechsel und der Vergänglichkeit alles Zeitlichen als überwundener Standpunkt, zu ihren Füßen erscheinen.

Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich (Psalm 104, 2)

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln (Maleachi 3, 20)

Sonne der Gerechtigkeit

1) Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. Erbarm Dich, Herr.

2) Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, daß sie Deine Stimme hört, sich zu Deinem Wort bekehrt. Erbarm Dich, Herr.

3) Schaue die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann; sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm Dich, Herr.

(Text: Christian David)

Offenbarung 12, 2:

Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt. 

Die Geburtswehen beziehen sich auf den Anbruch des Reiches Jesu Christi. Auch ist jede Neugeburt und jede Erneuerung mit Wehen und Schmerzen, sogar mit Erschütterungen verbunden. Man kann auch an die Drangsale der letzten Zeit denken.

Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären (1. Mose 3, 16) 

Meine lieben Kinder, welche ich abermals mit Ängsten gebäre, bis daß Christus in euch eine Gestalt gewinne (Galater 4, 19)

Denn der HERR hat dich zu sich gerufen wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib und wie ein junges Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott (Jes. 54, 1)

weiter mit Offenbarung 12, 3

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